Die Überfahrt selbst ist unkompliziert – die Fehler passieren vorher. Der Reisepass liegt zu Hause, die Snacks sind im unerreichbaren Kofferraum, die Scheinwerfer blenden im Linksverkehr. Diese Packliste ist nach dem Ort sortiert, an dem die Dinge gebraucht werden: Handschuhfach, Bordtasche, Kofferraum.

Die Packliste – sortiert nach Griffweite
Drei Zonen entscheiden: was beim Check-in gezeigt wird, was mit aufs Passagierdeck geht und was im Auto bleiben kann.
Handschuhfach: die Dokumente
Reisepass oder Personalausweis für jede Person (auch Babys!), Buchungsbestätigung mit QR-Code, Führerschein, Fahrzeugschein, Versicherungsnachweis. Falls für deine Staatsangehörigkeit nötig: die ETA-Bestätigung. Mit Haustier: Heimtierdokumente inkl. Animal Health Certificate.
Bordtasche: 90 Minuten Autonomie
Das Fahrzeugdeck ist während der Überfahrt gesperrt. In die Bordtasche gehören: Wasser und Snacks, Ladekabel/Powerbank, dünne Jacke fürs Freideck, Medikamente, bei Bedarf Reisetabletten, Unterhaltung für Kinder, etwas Bargeld in Pfund oder eine Karte für den Bord-Shop.
Auto-Zubehör für England
Scheinwerfer-Abklebefolien oder Tourist-Modus aktiviert (Pflicht im Linksverkehr), ggf. Länder-Aufkleber je nach Kennzeichen. Warnweste und -dreieck sind in UK nicht vorgeschrieben, aber sinnvoll – und für die Rückfahrt durch Frankreich ohnehin Pflicht.
Praktisches für drüben
Steckdosen-Adapter Typ G (UK-Stecker!), Kreditkarte ohne Auslandsgebühr, Offline-Karten fürs Navi. Bargeld in Pfund braucht man kaum noch – kontaktlos funktioniert praktisch überall. Wer in Frankreich tankt, spart gegenüber britischen Preisen meist.
Was NICHT mit darf
Seit Brexit: keine Fleisch- und Milchprodukte aus der EU nach Großbritannien – das Picknick-Baguette mit Käse endet sonst an der Grenze. Auch Pflanzen und bestimmte frische Lebensmittel sind eingeschränkt. Details in unserem Zoll-Guide.
Ein Wort zur Kleidung an Bord: Auch im Hochsommer weht auf dem Freideck ein kräftiger Fahrtwind – die dünne Jacke in der Bordtasche ist keine Übervorsicht, sondern der Unterschied zwischen zehn Minuten und einer ganzen Überfahrt draußen an der Reling. Wer die Kreidefelsen bei der Einfahrt nach Dover fotografieren will, steht besser windfest da.
Für Vielfahrer lohnt außerdem eine kleine Dauer-Box im Kofferraum: Adapter, Folien, Warnwesten, Ersatz-Ladekabel und eine Kopie der wichtigsten Dokumente bleiben einfach dauerhaft im Auto. So schrumpft die Vorbereitung bei der nächsten Kanalquerung auf das Nötigste – Pass, Buchung, losfahren.
Zum Schluss der Realitätscheck am Terminal: Beim Check-in in Calais werden Pässe und Buchung direkt am Autofenster kontrolliert – die französische und die britische Grenzkontrolle folgen unmittelbar nacheinander, noch vor dem Einbooten. Wer die Dokumente aller Insassen gesammelt griffbereit hat, ist in wenigen Minuten durch. Danach heißt es nur noch: Spurnummer merken, einweisen lassen, Handbremse anziehen und die Bordtasche greifen.
Fähre Calais–Dover ab 55 € / Person
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